Sind bildgebende Verfahren für Kinder geeignet?

Ein unglücklicher Sturz, Schmerzen oder Krankheiten – bildgebende Verfahren können hier Licht ins Dunkel bringen. Doch welche Gefahren gehen von Röntgenuntersuchungen und Co. aus und wann sind sie in der Kinderheilkunde dennoch unvermeidlich? Wir, als Befürworter natürlicher Heilmethoden, möchten Ihnen einen kleinen Einblick in unterschiedliche Verfahren geben und Sie über Risiken, aber auch Möglichkeiten, bildgebender Verfahren aufklären.

Was ist ein bildgebendes Verfahren?

Als bildgebende Verfahren werden alle Untersuchungen bezeichnet, die Aufnahmen des Körperinneren bieten. Dazu zählen

  • das weithin bekannte Röntgen,
  • der Ultraschall,
  • Computertomographie (CT),
  • Magnetresonanztomographie (MRT),
  • Endoskopien und
  • die Nukleardiagnostik.

Warum sind Kinder besonders strahlensensibel?

Durch Strahlung können Körperzellen entarten, was schlimmstenfalls zu Krebserkrankungen führt. Bei Kindern ist dieses Risiko höher als bei Erwachsenen, da sich ihre Körperzellen und damit auch entartete Zellen schneller und häufiger teilen. Zudem liegen die Organe dichter beieinander. Ionisierende Strahlung kann sich daher auf mehrere Organsysteme gleichzeitig auswirken. Und durch die längere Lebenszeit könnten auch Spätfolgen deutlicher spürbar sein.

Die bildgebenden Verfahren im Überblick

Nachfolgend finden Sie einen Übersicht über konkrete bildgebende Verfahren und Hinweise zur Verwendung bei Kindern.

Röntgen

Das Röntgen ist eines der ältesten bildgebenden Verfahren und wird auch bei Kindern häufig eingesetzt. In einigen Fällen aber leider sehr leichtfertig und ohne die Strahlung kindgerecht anzupassen. Fragen Sie daher immer nach, ob die Röntgenuntersuchung wirklich notwendig ist, Strahlenfilter eingesetzt und kindgerechte Schutzmaßnahmen getroffen werden.

Vorteile:

  • kurze Untersuchungsdauer
  • kindgerechte Schutzmaßnahmen und Anpassung der Strahlung sind möglich
  • weniger Strahlung beim digitalen Röntgen

Hier einige Informationen zum digitalen Röntgen:

Nachteile:

  • die Strahlenbelastung ist je nach vorgenommenen Schutzmaßnahmen und geröntgtem Körperteil unterschiedlich hoch
  • das Stillhalten während der Aufnahme kann vor allem bei sehr kleinen Kindern schwierig sein

Sonographie – Ultraschall

Die Sonographie, auch als Ultraschall bekannt, ist eine strahlenfreie Methode und damit auch für Kinder uneingeschränkt zu empfehlen.

Computertomographie (CT)

Bei der Computertomographie werden Röntgenbilder aus verschiedenen Perspektiven aufgenommen und dann durch einen Computer zum detaillierten Schnittbild verbunden. Durch die relativ hohe Strahlenbelastung und die mit der Untersuchung verbundenen Probleme sollte nur im Notfall ein CT bei Kindern gemacht werden.

Vorteile

  • sehr detailliert

Nachteile

  • relativ hohe Strahlenbelastung
  • lange Untersuchungsdauer, Stillhalten kann problematisch sein
  • enge Röhre und Geräusche können Kindern Angst machen

Magnetresonanztomographie (MRT)

Das bildgebende Verfahren der Magnetresonanztomographie ist, ebenso wie der Ultraschall, eine strahlenfreie Methode. Für Kinder aber dennoch nicht ganz unproblematisch.

Vorteile:

  • großes Untersuchungsspektrum
  • keine Strahlenbelastung

Nachteile:

  • nicht für alle Patienten geeignet
  • langes Stillhalten erforderlich
  • die Enge der Röhre und lauten Geräusche können Kinder ängstigen

Da die enge Röhre sehr vielen Menschen, nicht nur Kindern, Probleme bereitet, gibt es inzwischen gleichwertige Alternativen. Für Kinder bietet sich z.B. ein offenes MRT mit dem Philips HFO an.

Endoskopie

Die Spiegelung von Organen ist strahlungsfrei und wird dank neuester Entwicklungen auch öfter an Kindern durchgeführt. Allerdings ist hierbei oft eine Narkose nötig und damit ist auch dieses bildgebende Verfahren für Kinder nicht ohne Probleme.

Vorteile

  • hohe Auflösung
  • breites Untersuchungsspektrum
  • keine Strahlung

Nachteile

  • Narkose ist oft notwendig

Nukleardiagnostik

Als bildgebende Verfahren dienen die Nukleardiagnostiken hauptsächlich der Untersuchung bestimmter Funktionen. Hierbei werden strahlende Substanzen injiziert, deren Weg mit einer Gammakamera verfolgt wird. Die dadurch entstehende Strahlenbelastung ist, abhängig von der genauen Art der Untersuchung, relativ gering und mit dem Röntgen zu vergleichen.

Vorteile:

  • Funktionsuntersuchung
  • relativ geringe Strahlenbelastung

Nachteile:

  • Untersuchung kann bis zu zwei Stunden dauern, kann für Kinder also sehr anstrengend sein
  • das Kontrastmittel kann Übelkeit und Unwohlsein verursachen

Sollten Nebenwirkungen bei Ihrem Kind auftreten, raten wir, die homöopathische Taschenapotheke griffbereit zu haben. Nux vomica z.B. wirkt schnell gegen Übelkeit.

Bildgebung im Kindesalter – Ein Fazit

„So viel wie nötig, so wenig wie möglich!“ – So lautet ein wichtiger Leitsatz der Medizin, der auch für bildgebende Verfahren gilt. Vor allem bei Kindern. Wird dieser von Ihnen und den zuständigen Ärzten beachtet, kindgerechte Schutzmaßnahmen ergriffen und wann immer möglich strahlungsfreie Untersuchungen eingesetzt, bleiben die Risiken der Strahlenbelastung sehr gering. Wägen Sie allerdings immer genau ab, ob eine derartige Untersuchung wirklich notwendig ist!

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