Vorsicht beim Spielzeugkauf!

Spielzeug
Über die Inhaltsstoffe von Spielzeugen machen sich die wenigsten Gedanken – schließlich ist Deutschland eine der Industrienationen mit den höchsten Sicherheitsstandards der Welt. Warum sollte dann ausgerechnet Kinderspielzeug mit Schadstoffen belastet sein? Doch gerade hier verstecken sich gesundheitsgefährdende Stoffe, welche die Kleinsten der Bundesbürger nicht nur kurzfristig, sondern auch auf lange Sicht krank machen können. Beim Spielzeugkauf ist daher eine erhöhte Vorsicht geboten.

Allergene Stoffe in Spielzeugen

Nur wenige Inhaltsstoffe in modernem Spielzeug sind dafür bekannt, Allergien auszulösen. Die am häufigsten auftretenden Allergene im Kinderspielzeug sind Duftstoffe. Jeder kennt den Geruch von neuen Kunststoffpuppen, Fahrzeugen und anderen aus Plastik gefertigten Spielwaren. Die hier enthaltenen Duftstoffe können bei Kindern zu Kontaktallergien führen. Dies bedeutet nicht, dass Ihr Kind beim ersten Kontakt mit dem Allergen sofort Symptome aufzeigt. Ist das Kind jedoch auf diesen Stoff sensibilisiert, tritt die Allergie in der Regel nach 24-48 Stunden nach dem erneuten Kontakt mit dem fraglichen Stoff auf. Bisher sind 55 verschiedene allergene Duftstoffe in Deutschland verboten und dürften in Spielzeugen daher überhaupt nicht nachweisbar sein. Allerdings zeigen Tests von unabhängigen Instituten, dass eine nicht unbedeutende Menge dieser verbotenen Stoffe sehr wohl in Spielzeugen auf dem deutschen Markt gefunden werden. Auch die festgelegten Grenzwerte für bedenkliche Inhaltsstoffe werden in regelmäßigen Abständen überschritten und stellen somit eine potenzielle Gefährdung für Kinder dar.

Wie sich Allergien äußern

Eine Allergie, welche durch Duftstoffe in Spielzeugen ausgelöst wird, äußert sich meist in unangenehmen Symptomen auf der Haut. Die Anamnese reicht von Juckreiz über Rötung der Haut bis hin zur Pustelbildung. Selbst schmerzhafte Entzündungen der Haut können aufgrund eines Kontakts mit einem allergenen Stoff erfolgen. Neben den Symptomen auf betroffenen Hautstellen können die allergiefördernden Stoffe in Spielzeugen allergisches Asthma verursachen. Die Sensibilisierung auf bestimmte Inhaltsstoffe beeinflusst das Leben und den Lebenslauf der Kinder, da die Symptome zwar behandelbar, die Allergien an sich aber nicht heilbar sind.

Worauf beim Spielzeugkauf geachtet werden sollte

Eines ist klar zu sagen: In der Spielzeugindustrie gibt es nicht nur schwarze Schafe. Zahlreiche Hersteller produzieren gesundheitlich unbedenkliches Spielzeug und unterziehen sich freiwillig mehrmals im Jahr Qualitätskontrollen. Daher sollten Eltern beim Erwerb von Spielzeug auf diverse Prüfsiegel achten. Neben Ökotex Standard 100 und dem Blauen Engel, sollten Sie beim Erwerb von Spielzeug auf das CE-Zeichen achten, welche immer für einen geprüften Standard garantieren. Darüber hinaus führt Öko Test in regelmäßigen Abständen Kontrollen bei den unterschiedlichen Spielwaren Produzenten durch und veröffentlicht die Ergebnisse.