Was sind eigentlich Antikörper?

Antikörper, auch Immunglobuline genannt, sind kugelförmige Proteine und so etwas wie die mutigen Kämpfer gegen das Böse in unserem Körper. Genauer gesagt, die Verteidiger des Immunsystems gegen Angriffe von außen. Gebildet werden sie von den weißen Blutkörperchen, den B-Lymphozyten, und als körpereigene Reaktion auf bestimmte Antigene. Dies wiederum sind Moleküle, die sich an der Oberfläche von Bakterien befinden.

Aufgabe und Funktionsweise

Der Abwehrmechanismus funktioniert folgendermaßen: Antikörper haften an den Antigenen an und machen sie so für das Abwehrsystem sichtbar. Dieses weiß nun, wo und welche Antigene es zerstören muss, beispielsweise mit Hilfe von Phagozyten, auch als Fresszellen bekannt. Oft können auch schon die Immunglobuline selbst Antigene unschädlich machen. Denn schon durch ihre Anbindung werden diese blockiert. So kann zum Beispiel eine toxische Wirkung unterbunden werden oder es wird verhindert, dass Bakterien in andere Körperzellen eindringen.

Durch die Bildung von Antikörpern kann es außerdem auch zu einer Immunität gegen einen spezifischen Krankheitserreger kommen – erst hierdurch wird ein Impfschutz möglich. Ebenfalls spielt beim Impfen die Tatsache eine Rolle, dass manche Antikörper auch artverwandte Antigene erkennen können. So schützen Immunglobuline gegen harmlose Kuhpocken auch vor Pockenviren, die für den Menschen gefährlich sind.

Schlüssel-Schloss-Prinzip

Je nach Subtyp kommen Antikörper im Blut oder Gewebe vor. Sie besitzen eine kettenförmige Struktur und gleichen sich in ihrem Aufbau. Lediglich an der Stelle, an der sie an den Antigenen anhaften, unterscheiden sie sich: Jeder verfügt über eine ganz spezifische Antigenbindungsstelle. So gibt es für jedes Antigen eigene Immunglobuline.

Innerhalb dieses Systems kann es jedoch auch zu Irrtümern kommen. Dann nämlich, wenn Antikörper aufgrund einer Ähnlichkeit körpereigenes Gewebe für fremde Zellen halten. In diesem Fall können sie eine Autoimmunerkrankung auslösen. Mehr über Autoimmunerkrankungen erfahren Sie z.B. auf Wikipedia.org.

Aufgrund ihrer Einzigartigkeit ist mithilfe der Suche nach Antikörpern eine Diagnose von Krankheiten möglich. Denn findet man bestimmte Immunglobuline, ist dies auch ein Zeichen für das Vorhandensein einer Infektion, die man auf diese Weise identifizieren kann. Dabei lässt sich nicht nur die Art der Krankheit feststellen, sondern zum Beispiel auch ihr Verlauf bestimmen und der Therapieerfolg kontrollieren.

Therapiemöglichkeiten

In der Medizin werden Antikörper auch künstlich hergestellt und für die Diagnose sowie für therapeutische Zwecke genutzt. So werden sie nicht nur bei einer Impfung verabreicht. Auch in Immunsuppressiva, welche die Funktion des Immunsystems zum Beispiel nach einer Transplantation unterdrücken, sind sie enthalten. Ebenso werden sie bei der Behandlung von Tumorerkrankungen, Autoimmunkrankheiten oder auch Osteoporose eingesetzt.

Wenn Sie noch mehr erfahren wollen, finden Sie weiterreichende Informationen über Antikoerper im Internet.

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